Ein Jahr WELPENKOMPASS – was Qualität allein nicht schafft.

Titelbild: Ein Jahr WELPENKOMPASS

Teil 2: Was es mich gekostet hat – und was mich getragen hat


Mittwoch habe ich dir erzählt, warum dieses Buch entstanden ist. Heute erzähle ich, was danach kam.

Ein stiller Wunsch & ein Satz, der alles gestartet hat

Ich bin mit einer tiefen Überzeugung gestartet: Ein gutes Buch macht seinen Weg. Ich hatte über zwanzig Jahre Erfahrung in der Hundeverhaltensberatung. Ich hatte etwas zu sagen. Ich hatte es aufgeschrieben, sorgfältig, mit Expertise und Herzblut. Also würde es ankommen.

Was ich unterschätzt hatte: Ein Buch im Eigenverlag landet nicht einfach so in den Regalen deiner Buchhandlung. Es ist nahezu unmöglich, in die großen Sortimente zu kommen. Du kannst den WELPENKOMPASS in vielen Buchhandlungen bestellen – aber Thalia, zum Beispiel, kann es nicht einmal bei mir bestellen. Das System ist so gebaut. Nicht böse gemeint. Einfach so gebaut.

Nadine Liebert mit ihrem WELPENKOMPASS ein Jahr nach der Veröffentlichung

Ich hatte unterschätzt, dass Sichtbarkeit kein Nebenprodukt von Qualität ist. Dass man dafür aktiv sein muss. Laut sein muss. Und dass das für jemanden wie mich – die eher leise ist in einer sehr lauten FB- & Insta-Welt – eine echte Herausforderung werden würde.

Was es mich gekostet hat

Sichtbarkeit aufzubauen, kostet Kraft. Aber das war nicht das Schwerste. Das Schwerste war die Frage, die mich dabei begleitet hat: Wie viel zeige ich von mir? Welche psychologischen Tricks nutze ich auf diesem Spielbrett mit – und wo fange ich an, jemand zu werden, der ich nicht bin?

Ich bin introvertiert. Das weiß ich längst – und damit bin ich vollkommen fein. Aber die Instawelt fragt nicht danach, wer du bist. Sie fragt, was du produzierst.

Ich mache Kompromisse. Manche davon tragen. Manche haben sich nicht richtig angefühlt. Und ich lerne noch.

Es hat mich manchmal Nerven gekostet. Es hat mich manchmal Zweifel gekostet. Und ja – es hat mir manchmal den Schlaf gekostet.

Hätte ich vorher gewusst, dass es sooo anstrengend wird und mir so viel abverlangt – hätte ich das Buch trotzdem geschrieben? Vielleicht. Wahrscheinlich. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

Die Autorin braucht keine Sichtbarkeit. Das Buch schon.

Das ist vielleicht die größte Diskrepanz, die ich in diesem Jahr erlebt habe. Die logistischen Hürden zermürben. Das Buchhandelssystem zermürbt. Aber das hier ist noch einmal etwas anderes: die Performance. Das Spielen auf einem Spielbrett, dessen Regeln wir alle nicht geschrieben haben – und dem ich trotzdem folgen muss, wenn das Buch gesehen werden soll.

Als Autorin brauche ich keine Sichtbarkeit. Als Mensch nicht. Aber das Buch schon. Und weil beides nicht trennbar ist, muss ich sichtbar sein. Ob ich will oder nicht. Ob es mir liegt oder nicht. Ob es mich kostet oder nicht.

Das ist keine persönliche Schwäche. Das ist eine Diskrepanz unserer Zeit. Wir leben in einer Welt, in der Qualität nicht automatisch gesehen wird – in der Sichtbarkeit eine eigene Fähigkeit ist, die mit dem Inhalt oft wenig zu tun hat. Eine Welt, in der das Laute das Leise übertönt. Nicht weil es besser ist. Einfach weil es lauter ist.

Ich habe keine Lösung dafür. Ich lerne, damit zu leben. Und meinen eigenen Weg zu finden – langsam, auf meine Art, ohne zu werden, wer ich nicht bin.

Die Autorin braucht keine Sichtbarkeit. Das Buch schon.

Was mich durch dieses Jahr getragen hat, waren nicht die Zahlen. Es waren die Menschen.

Jede Weiterempfehlung. Jede Nachricht. Jede Bewertung. Jedes Mal, wenn jemand geschrieben hat: „Ich hätte das früher wissen wollen.“ Oder: „Das ist das erste Buch, bei dem ich das Gefühl hatte, wirklich verstanden zu werden.“

Was mich am meisten bewegt hat in diesem Jahr: die Unterstützung. Die Tierärzt:innen, die das Buch ihren Kund:innen empfehlen. Die Hundeschulen, die es in ihren Kursen einsetzen. Die Züchter:innen, die es an ihre Welpenfamilien weitergeben. Die Physiotherapeut:innen, die es ihren Patient:innen mitgeben. Alle, die es einer Freundin geschenkt, in einer Gruppe geteilt, auf ihrer Website erwähnt haben. Jede einzelne davon bedeutet mir genauso viel wie jede andere. Es gibt kein Ranking. Es gibt nur Dankbarkeit und Freude. Besonders berührt hat mich, dass die Buchhandlung Janasch’s in Magdeburg Stadtfeld, das Tierheim Burg und die Fachtierarztpraxis Dr. Lippert das Buch führen und weiterempfehlen.

Und dann waren da auch Menschen mit Namen, die ich nennen möchte, weil ihre Unterstützung mich überrascht und gestärkt hat – auf eine Art, die ich nicht erwartet hatte: Kate Kitchenham hat den WELPENKOMPASS in ihre Welt getragen. Vanessa Engelstädter hat ihn weiterempfohlen, weil sie in ihm etwas erkannt hat, das zu ihrer eigenen Haltung passt. Sami El Ayachi hat sich für dieses Buch stark gemacht. Und Maria Rehberger hat zeitgleich ihr eigenes bindungsorientiertes Welpenbuch „Welpen achtsam begleiten“ veröffentlicht und den WELPENKOMPASS trotzdem in ihren Weiterbildungen empfohlen und benannt. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Das ist Haltung.

Dieses Buch und das damit verbundene Miteinander lebt durch alle – durch jede Weiterempfehlung, jeden geteilten Post, jede Bewertung, jedes persönliche Gespräch. Durch Menschen, die einfach gesagt haben: Das ist gut. Lies mal rein.

Ein gutes Buch findet Menschen, die es weitertragen. Man muss nicht immer laut sein. Manchmal reicht es, etwas Echtes zu schreiben – und Menschen zu finden, die das erkennen.

Was das Jahr mir noch gezeigt hat

Ich hätte das nicht erwartet – und es macht mich bis heute still: Bestellungen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg. Über 30 Rezensionen – alle fünf Sterne. Empfehlungen von Tierärzt:innen, Tierheimen, Hundetrainer:innen und Physiotherapeut:innen.

Er hat uns geholfen, gelassener zu werden und mit mehr Verständnis in die Welpenerziehung zu gehen. Er hat uns viel Druck genommen.

Das absolute Highlight unter den Welpenbüchern.

Ein Kompass, um die Orientierung in der teilweise verrückten Anfangszeit nicht zu verlieren.

Du benötigst kein 10. Hundeerziehungsbuch mehr. Nur das.

Es ist deutlich zu merken, dass das Thema Nadines wahre Herzensangelegenheit ist.

Diese Sätze. Diese Menschen. Das ist der Grund, warum ich es wahrscheinlich wieder tun würde.

Was ich jetzt weiß

Qualität reicht nicht. Das war vielleicht die härteste Lektion dieses Jahres. Was stimmt: Ein gutes Buch braucht Menschen, die davon erzählen. Die es weiterempfehlen. Die eine Bewertung hinterlassen, damit andere es finden.

Das Buchhandelssystem ist für Eigenverläge nicht gemacht. Aber Menschen sind es. Und Menschen reden miteinander. Und das – das funktioniert.

Ich habe gelernt, um Hilfe zu bitten. Das war für mich, die lieber gibt als nimmt, nicht selbstverständlich. Aber ich habe gelernt: Es ist keine Schwäche. Es ist Verbindung.

Wo gibt es den WELPENKOMPASS?

Direkt bei mir – mit allen Infos, Leseprobe und Bestellmöglichkeit:

Vor Ort in Magdeburg und der Region:

  • Buchhandlung Janasch’s, Arndtstr. 40, Magdeburg Stadtfeld: janaschs.de
  • Tierheim Burg, Ausbau 2a, Burg bei Magdeburg: tierheim-burg.de
  • Fachtierarztpraxis Dr. Lippert, Rautenbreite 9, Magdeburg: drlippert.de

Online:

Danke – und eine Bitte

Dieser Artikel ist ein Dankschön. An alle, die das Buch gelesen haben. An alle, die es weiterempfohlen haben. An alle, die mir geschrieben haben – manchmal lange Nachrichten, manchmal nur ein paar Worte, die trotzdem alles gesagt haben.

Und weil Verbindung in beide Richtungen geht – hier ist meine ehrliche Bitte:

Wenn dir der WELPENKOMPASS etwas bedeutet hat, wenn er dir oder jemandem, den du kennst, geholfen hat – dann lass es andere wissen. Eine Bewertung bei Google oder Amazon. Eine Weiterempfehlung an eine Freundin, eine Kollegin, jemanden, der gerade mit einem Welpen startet. Das ist das Wirksamste, was du tun kannst. Für mich – und für alle, die dieses Buch noch nicht kennen, es aber brauchen könnten.

Danke für dieses Jahr. Für jedes Wort, das ihr mir zurückgeschrieben habt. Für das Vertrauen. Es geht weiter.

Herzlich, Nadine
Hundeverhaltensberaterin · Autorin · Hundecouch Magdeburg

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