Teil 1: Mein Warum
Genau vor einem Jahr. Mehrere Paletten Bücher wurden auf meinen Hof geliefert. Ich habe die Folie aufgeschnitten, eines rausgezogen – und dann stand ich da. Im Freien. Neben meinem Mann. Vor einem Berg aus Büchern. Mit dem ersten Exemplar in der Hand. Nicht eine Datei. Nicht eine PDF. Ein Buch. Mit meinem Namen drauf. Und irgendwo in diesem Moment war auch der Gedanke: Die müssen jetzt alle einen Weg finden.
Mein erster Gedanke: Yeah. Endlich. Geschafft. Was ich noch nicht wusste: Nein. Es fängt gerade erst an. Und das nach einem spannenden, aber auch herausfordernden Schreib- und Entstehungsprozess, der mich bereits einiges an Kraft und Nerven gekostet hatte.
Ich habe das Gewicht des Buches gespürt. Es aufgeschlagen, durchgeblättert – und dann zugeklappt. Einfach so. Ich weiß bis heute nicht genau, was in diesem Moment in mir vorging. Stolz vielleicht. Staunen. Und irgendwo ganz hinten – noch leise, noch klein – die Ahnung, dass jetzt erst die eigentliche Arbeit beginnt.
Wie recht ich damit hatte.

Ein stiller Wunsch & ein Satz, der alles gestartet hat
Angefangen hat es mit einem Wunsch, der größer war als meine eigene Beratungspraxis. Ich wollte allen Hundemenschen etwas in die Hand geben. Etwas, das ihr Verständnis für den Hund formt – und für das Miteinander. Etwas, das ihnen die Kompetenz gibt, für sich und den eigenen Hund Wege zu gehen, die für beide gut sind.
Ein Grundlagenwerk. Eines, das Orientierung gibt im Methodendschungel der vielen Möglichkeiten, Stimmen und Überzeugungen. Kein Rezeptbuch, kein weiteres „Mach das so“. Sondern etwas, das Menschen befähigt, ihre eigenen Antworten zu finden – für sich und ihren Hund.
Seit zwanzig Jahren arbeite ich mit Mensch-Hund-Teams. Und seit zwanzig Jahren warte ich auf genau dieses Buch. Das Buch, das beide Sozialpartner in den Fokus nimmt – nicht nur den Hund. Das versteht, wie Bindung wirklich entsteht. Nicht Funktion. Nicht Gehorsam. Bindung. Das den Menschen ernst nimmt: mit seinem Stress, seinen Glaubenssätzen, seinem Alltag, seiner Geschichte.
Ich habe gesucht. Ich habe gelesen. Ich verfüge inzwischen über eine riesige Bibliothek. Und irgendwann war mir klar: Es gibt es NOCH nicht.
Kein großer Plan. Kein Verlagsvertrag. Kein Sabbatical. Neben dem Alltag, neben der Arbeit, neben allem. Weil es dieses Buch geben musste. Und dann fand ich den Satz, der genau das auf den Punkt brachte:
Ich hatte diesen Satz irgendwann gelesen und nicht mehr losgelassen. Denn ich wollte genauso ein Buch lesen – eines, das nicht nur „Kommandos“ erklärt, sondern versteht, was zwischen Mensch und Hund wirklich passiert. Eines, das den Menschen ernst nimmt. Eines, das Bindung vor Methode stellt.
Also habe ich es geschrieben. Neben einer Ehe. Neben drei Hunden, zwei Teenagern, einer Hundeschule, die ich leite, Kursen, die ich führe, Coachings, die ich begleite, und einer Weiterbildung, die bei mir eigentlich nie aufhört. Neben allem, was das Leben so mitbringt.
Was dann kam – und was es mich wirklich gekostet hat – erzähle ich dir am Wochenende in Teil 2.
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