Gelassenheit ist mehr als ein Zustand. Sie ist eine Haltung.
Eine Art, dem Leben zu begegnen – dem Hund, sich selbst, den Momenten dazwischen.
Sie entsteht nicht durch Kontrolle, sondern durch Vertrauen. Nicht durch Übung, sondern durch Bewusstsein.

Gelassenheit ist eine Beziehungshaltung
Wenn wir von „Gelassenheit“ sprechen, denken viele an Stille, Liegen, Nichtstun. Aber Gelassenheit ist nicht das Fehlen von Bewegung – sie ist die Fähigkeit, in Bewegung innerlich still zu bleiben.
Sie zeigt sich in der Art, wie wir führen, wie wir Grenzen setzen, wie wir zuhören, wie wir einen Raum halten – für uns und für den Hund.
Gelassenheit ist also kein Ziel, das man erreicht, sondern eine Qualität der Beziehung, die sich im Alltag immer wieder zeigt. In unserem Atem, in unserer Stimme, in unseren Entscheidungen.
Warum Gelassenheit so wirksam ist | Gelassenheit ist nicht nur nett – sie ist wirksam.
Wenn wir innerlich ruhig sind, denken wir klarer, handeln bewusster, reagieren weniger aus Impuls, sondern aus Haltung. Das Nervensystem reguliert sich, Stresshormone sinken, Empathie und Bindungsfähigkeit steigen. Wir treffen bessere Entscheidungen, sehen mehr, hören genauer hin, fühlen tiefer. Diese innere Balance wirkt – auf unser Wohlbefinden, auf die Lernfähigkeit unseres Hundes und auf unsere gemeinsame Beziehung. Gelassenheit fördert Vertrauen, und Vertrauen macht Lernen möglich.
Kurz gesagt:
Gelassenheit steigert Beziehungskompetenz – und damit auch Erziehungskompetenz.
Sie ist das Fundament, auf dem wir klar, fair und empathisch handeln können.
Gelassenheit verändert alles
Wenn wir beginnen, Ruhe und Gelassenheit wirklich zu leben, verändert sich das Miteinander fast unmerklich –
aber spürbar. Kommunikation wird leiser, klarer, ehrlicher. Reaktionen werden bewusster. Kleine Konflikte lösen sich, weil keiner mehr laut werden muss. Man spürt plötzlich: Es braucht weniger Worte, weniger Korrektur, weniger Kontrolle. Dafür mehr Präsenz, mehr Vertrauen, mehr Sein. Gelassenheit schafft Raum. Und in diesem Raum kann Bindung wachsen.
Die innere Ruhe kultivieren
Ruhe zu leben bedeutet nicht, immer gelassen zu sein. Es bedeutet, den Weg zurück in die Gelassenheit zu kennen. Sich selbst wahrzunehmen. Zu atmen. Sich zu erlauben, unruhig zu sein – und dennoch bewusst zu bleiben. Dazu gehört, liebevoll mit sich umzugehen, wenn Dinge nicht sofort gelingen. Sich an kleine Rituale zu halten, die den Tag erden und Orientierung schenken. Und immer wieder diese stillen Momente zu suchen, in denen man einfach da ist – ganz ohne Absicht. Das sind die Momente, in denen Beziehung geschieht.
Fazit
Ruhe ist kein Ziel – sie ist ein Weg
Gelassenheit leben heißt, Haltung zu leben. Sie verändert nicht nur den Hund, sondern auch uns.
Sie steigert Wohlbefinden, Balance und Entscheidungsfähigkeit – und damit unsere Fähigkeit, klar, fair und empathisch zu führen. Ruhe erinnert uns daran, dass echtes Miteinander leise ist. Dass Beziehung Zeit braucht. Und dass Vertrauen dort wächst, wo jemand bleibt, auch wenn es unruhig wird. Ruhe ist kein Zustand, den man festhalten kann – aber sie ist eine Richtung, die man jeden Tag neu wählen darf. 🌿
Lies mehr in meiner Blogreihe:
Wenn Ruhe schwerfällt – über Erregung, Ungeduld und kleine Rückschritte
Rituale der Ruhe – wie Alltag Sicherheit schenkt
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